1/25/2016

Montagfrage: Wie geht ihr mit den allseits präsenten Liebesgeschichten um?



Halli hallo meine Lieben!

Ich bin irgendwie nach einem langen Tag Schule (neun Stunden, Montag, vielen Dank auch, Satan) wieder nach Hause gestolpert (sein wir ehrlich - das ist meine natürliche Fortbewegungsart. Ich bin wirklich sehr tollpatschig.) und habe nach einem ziemlich späten Mittagessen dann auch noch den Weg in's Wohnzimmer gefunden. Und da sitze ich nun. Fast schon ein bisschen grazil, weil ich eine Beinhaltung gefunden habe, mit der man aussehen kann, wie Carrie Bradshaw auf einem Sofa (der Name ist jetzt schon drei Worte alt und ich hoffe inständig, dass ich ihn richtig geschrieben habe...) ohne nach fünf Minuten die Position wechseln zu müssen, weil wie zur Hölle können Menschen nur im Schneidersitz irgendwo länger als eine halbe Minute sitzen? Na ja. Jedenfalls sitze ich und fühle mich wegen einem ausgestreckten Bein wie eine fiktive Klatschreporterin, die in New York lebt und ziemlich komische Klamotten trägt. (Und ich will mal sagen, bis auf die Lokalität...)

Ihr merkt vielleicht, dass der Tag heute eindeutig ein bisschen zu lang war und mein Kopf momentan auf Autopilot gegangen ist - wenn ich (für gewöhnlich) im vollen Besitz meiner geistigen Fähigkeiten bin, mache ich keine Sex and the City-Anspielungen. Anderseits habe ich heute Morgen auch einer Freundin, die 18 geworden ist, geschrieben, dass ihr inneres Einhorn sich mit dem Erwachsenwerden so viel Zeit lassen soll, wie es eben braucht und diese leicht verstörende Metapher (?) dann damit gerechtfertigt, dass ich noch nicht lang wach bin und Kopf und funktionstüchtig und so weiter. Das ist aber eine dreiste Lüge, da war ich schon eine Stunde wach war und Historiker-Texte für Geschichte gelesen habe. Ich bin die geborene schrullige Großtante, bei der niemand weiß, wie genau man eigentlich mit ihr verwandt ist und die man nur bei Geburtstagen sieht und nicht weiß, wo sie eigentlich wohnt und ob sie wirklich existiert oder nur eine Gruppen-Fatamorgana ist.

Aber worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ach ja, genau. Die Montagsfrage. Und bevor es noch ein bisschen komischer wird, lege ich damit auch gleich mal los:


Wie geht ihr mit den allerseits präsenten Liebesgeschichten um?


Ich hasse sie. Jaja, ich weiß. Ich bin der Hit auf Partys. Nein, eigentlich ist "Hass" wirklich übertrieben. Ich habe Phasen, da könnte ich mich in so richtig kitschigen Liebesgeschichten wälzen. Ja, ich habe Twilight-Momente, das kann man nicht mal leugnen. Aber es gibt wirklich auch Bücher, da funktionieren für mich persönlich die Liebesgeschichten einfach nicht und gehen mir nur auf den Geist.

Eine gute Liebesgeschichte ist eine Kunst für sich. Es gibt wirklich gute. Witzige, ehrliche, ergreifende. Ich kenne eine Menge Autoren, die Liebesgeschichten wirklich können und bei denen ich auch gern bereit bin, hunderte von Seiten über meine Liebespärchen zu lesen.

Aber dann gibt es eben auch Liebesgeschichten, die nur existieren, weil das Buch eben sonst gar keinen Inhalt hätte. Bei "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist das was anderes - da geht es um Sterben und Unendlichkeit in der eigenen Endlichkeit und die Liebesgeschichte von Hazel und Augustus ist so gut, dass ich heulen könnte (und geheult habe - ich bitte euch, das ist "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und ich weine für gewöhnlich bei jeder zweiten Weihnachtswerbung im Fernsehen). Aber es ging eben auch nicht - wie ich bereits erwähnt habe - nur um die Liebesgeschichte, sondern um eine Geschichte drum herum. 
Verlust, das Ende der Welt, sprechendes Gemüse - vollkommen egal. Aber wenn eine Liebesgeschichte wirklich nur eine Liebesgeschichte behandelt und sonst eigentlich keinen Inhalt besitzt, muss ich schon sehr in Stimmung sein, mir das zu Gemüte zu führen.

Und am Schlimmsten ist es, wenn es in einer Geschichte eigentlich um etwas anderes geht und dann ist da plötzlich einfach ein Liebes-Dreieck (das hört sich im Englischen einfach so viel cooler an) - weil Baum. Ohne einen tieferen Hintergrund. Und du weißt von der ersten gottverdammten Seite an, dass die Charaktere zusammenkommen, aber das Mädchen ist stark und individuell und viel zu tough um die Beziehung mit dem Typen einzugehen, MIT DEM SIE SOWIESO ZUSAMMENKOMMT. WIR SIND NICHT BLIND, OKAY?! Und dann kommen sie zusammen oder vielleicht auch doch nicht. Oder doch oder aaaaaaarg. ICH WILL EINFACH NUR, DASS SIE DEN MYSTERIÖSEN KÖNIG FINDEN UND DAS GEHEIMNIS UM DIE LEYLINIEN AUFKLÄREN. ES IST MIR VOLLKOMMEN SCHNUPPE, OB BLUE MIT GANSEY ZUSAMMENKOMMT ODER NICHT. OBWOHL WIR ALLE WISSEN, DASS SIE ZUSAMMENKOMMEN. UND WIESO ZUR HÖLLE OUTET SICH RONAN NICHT ENDLICH UND KOMMT MIT JEMANDEM ZUSAMMEN, DANN WÄRE DAS WENIGSTENS MAL EINE EPISCHE LIEBESGESCHICHTE, DIE ICH WIRKLICH LESEN WOLLTE.

Ihr merkt vielleicht, dass ich ein mittelschweres Trauma von "Wen der Rabe ruft habe" - und ich hätte die Reihe nach dem ersten Band abgebrochen, wenn nicht Ronan und ab dem zweiten doch ganz in Ordnung. Aber diese komische Sache mit Blue, die mir sowieso unsympathisch ist (scheiß Hippie) und den Jungs und wird das nun was oder doch nicht und ach, das ist alles irgendwie gezwungen und ICH WILL, DASS RONAN SICH OUTET UND MIT JEMANDEM GLÜCKLICH WIRD. (Es geht schon wieder los. Ich gehe mal ein paar Minuten Übungen mit meinem Stressball machen...)



Okay, das mit dem Stressball war eine mittelschwere Lüge. Ich bin den Text noch mal durchgegangen und habe kleine Fehler korrigiert. Nun habt ihr aber einen groben Überblick über meine Meinung zur allseits bekannten und mehr oder weniger beliebten Liebesgeschichte. 

Wenn ihr euren Senf ebenfalls dazugeben wollt, dann besucht doch Buchfresserchen und senft los.


Alles Liebe,
Antonia

1 Kommentar:

  1. Schatzi, ich liebe es wenn du deine Ausraster über irgendwelche schwulen Leute bekommst. I only say Kostas x33
    (ich war im ürbigen heute auch sehr früh wach wegen Geschichte, Symbiosenmoment xD)

    Im übrigen hat wohl jeder anständige Mensch bei "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" geheult wie ein Schlosshund. Ich habe es bis jetzt nur geschaut und da war es schon grauenhaft schrecklich herzzereißend, dass ich eigentlich das Buch gar nicht lesen möchte. Daran werde ich wohl dann zu Grunde gehen.
    Mir geht es aber wirklich genauso ähnlich wie dir mit gewissen Büchern, in denen einfach manche Pairings gar nicht passen, andere einfach super süß zusammen sind und wieder andere sich endlich mal entscheiden sollen! Letzteres war bei der Deliriumreihe so. Grrr.

    Ich leihe mir wohl mal bald einpaar Bücher von dir aus xD

    Gute Nacht <3
    Anna

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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