1/11/2016

Montagsfrage: Wie wichtig sind dir Klapptexte/Inhaltsangaben auf der Rückseite?



Hallo meine Lieben!

Ach ja, es gibt so Montage, aus denen könnte man glatt zwei machen. Oder auch gar keinen, weil solche Tage brauche ich nicht mal zweigeteilt. Nein, wirklich nicht. Ich ertrinke in Arbeiten (morgen Physik und Mathe; Mittwoch Ethik, Wirtschaft und Bio - da kommt Freude auf), habe nächste Woche meine Seminarfach-Präsentation und - das eigentliche Drama des Tages - hatte heute Thesen-Trouble (lasst mir diese Alliteration, ich hatte wirklich schon bessere Tage) und wäre nach der Aussage "Na ja, das könnte man vielleicht noch mal umformulieren." (nachdem wir ein 1x2m großes Plakat mit den Thesen gedruckt haben und das nicht noch mal machen können, weil zu wenig Zeit) umgekippt, hätte ich nicht auf einem Stuhl gesessen. Na ja. Was will man machen. Gute und schlechte Tage, Antonia. Gute und schlechte Tage.

Die Woche wird bei mir ziemlich stressig, weshalb ich mir nicht ganz sicher bin, wie viele Posts ich schaffe - ich verspreche erst mal nichts. Aber ab nächsten Dienstag wird's besser. (Seminarfach ade)

(Ich will auch gar nicht nur meckern - bevor ich es vergesse - es gab nämlich auch durchaus sehr gute Dinge, die so passiert sind. Zum Beispiel habe ich meine erste Fahrstunde erfolgreich überstanden und es irgendwie geschafft, niemanden dabei zu töten - inklusive dem Motor, jedenfalls meistens - was mich schon ein bisschen stolz macht. Autofahren ist wirklich geil. Lasst euch von niemandem was anderes erzählen. Es macht einfach viel mehr Spaß, als ich immer gedacht habe.) (Obwohl der Standardspruch meines Fahrlehrers: "Beschleunigen, zweiter Gang, wir bleiben auf der rechten Seite, Antonia." war und meine Antwort in etwa: "Was? Rechte Seite? Wir sind hier nicht in England?!" - was ich jetzt einfach mal erwähnen muss, weil ich so herrlich sassy Dialoge schreiben kann, das aber eindeutig komplizierter ist, wenn man mit dreißig km/h über die Landstraße "brettert" und gerade hochschaltet - ihr wisst gar nicht, wie schnell das am Anfang ist.) (Zweiter Kommentar meines Fahrlehrers: "Uhhh, 55 km/h, Rekord." - was wirklich schnell ist, wenn man die Geschwindigkeit nicht gewöhnt ist. Fast schon ein bisschen wie Niki Lauda, Leute. Ernsthaft.)

Aber wo war ich eigentlich? Ach ja. Montagsfrage. Ich müsste eigentlich für Mathe und Physik lernen, aber das muss jetzt einfach sein. Einfach, weil ich ein bisschen schreibwütig bin (oh, wer hätte es bei dieser Einleitung erraten?) und das jetzt kompensieren muss. Inklusive dem Thesen-Trouble. Das muss auch kompensiert werden. (Okay, ich verspreche, dass ich diese Alliteration nun wirklich das letzte Mal heute verwendet habe und sie in Zukunft tief in meinem Alliterations-Sammelsorium wegsperre, weil sie wirklich nicht gut ist.) (Aber ich habe jedes Mal, wenn ich das Wort "trouble" schreibe, einen lustigen "I know you where trouble"-Taylor-Swift-Ohrwurm und das ist es irgendwie schon wert.) (Trouble, Trouble, Trouble


Wie wichtig sind die Klapptexte/Inhaltsangaben auf der Rückseite?


Ich muss ehrlich sagen, dass Klapptexte, beziehungsweise Inhaltsangaben im Allgemeinen, früher viel wichtiger für mich waren als heute (ja, Antonia - früher als wann auch sonst? Du bist nicht Marty McFly) (Oder vielleicht doch?) (Na ja, jedenfalls ist "früher wichtiger als heute" eine komische Aussage, weil ich über die Zukunft noch nicht urteilen kann und es sonst keine großen Alternativen gibt.) (Früher wichtiger als gestern.) (Uuuhhh, deep shit) (Dieser Captain-Obvious-"früher viel wichtiger"-Anhang ist ein echter Wörter-dazu-Schummler.) (Genau wie übermäßig viele Klammern.) (Ha! Hab ich mal wieder einen gerissen.) - Wo war ich eigentlich? Ach ja, früher habe ich viel mehr auf Klapptexte (Inhaltsangaben) geachtet. Was ist passiert? Haben wir die ständigen Zusammenfassungen von Dingen in einer übermäßig digitalisierten Welt vielleicht vollends satt? Nein, sage ich, und antworte, wie jeder über siebzig: Früher war einfach alles viel besser. Früher gab es nämlich noch gottverdammte ordentliche Inhaltsangaben und nicht eine Auflistung von Meinungen von irgendwelchen Literaturkritikern aus irgendwelchen Zeitungen oder irgendwelche Zitate. Jaja, ich weiß, die ausführlichen old style Inhaltsangaben sind in den Klapptext umgezogen. Und das nervt mich. (Darüber wollte ich wirklich schon lang mal reden, tbh.) Wenn ich auf Bücherkauf bin, habe ich grundsätzlich siebzehn (ein Glück übertreibe ich nie) Bücher auf dem Arm und mindestens zwei zwischen den Zähnen (nie!) und dann sehe ich ein nettes Cover und interessiere mich für das Buch, weil ich ein fürchterlich oberflächlicher Mensch bin, der nur auf Cover achtet, und dann steht auf der Rückseite irgendetwas wie "Das beste Buch des Jahres" und "Ein Meisterwerk" und ich frage mich, worum genau es in "Der Geschmack von Liebe" (ein Buchtitel, den ich mir gerade an den Haaren herbeigezogen habe und den ich, falls er existieren sollte, nicht auf einem tieferen Sinn heraus gewählt habe) gehen soll und wieso es "Das beste Buch des Jahres" ist. Und dann muss ich das Buch aufklappen und es rutscht mir aus dem Umschlag und ich reiße aus versehen ein Regal bei Thalia ein, weil ich keinerlei Gleichgewichtsgefühl besitze. Und das Schlimme daran: Ich bin siebzehn Jahre alt. Ich sehe mittlerweile aus, als wäre ich ein funktionierender Erwachsener. Wenn ich Buchstapel einstürzen lasse (ich habe wirklich nervöse Hände) oder wenn ich vollkommen aus Versehen eine von diesen Lieder-Karten öffne (und bin zu neugierig für diese Welt) und dann in einer unnormalen Lautstärke "Celebration" von Kool & The Gang los geht und ich die Karte dann immer fast durch den Laden schmeiße, weil ich mich so erschrecke, ist das einfach nicht mehr süß, sondern Stoff für einen Roman über einen ziemlich awkward Teenager (tut mir leid, aber ich finde für awkward kein passendes deutsches Wort). Also, nicht das ich da generell was dagegen hätte. Ich lebe für tollpatschige Protagonisten, aber selbst einer zu sein, ist von Zeit zu Zeit anstrengend.

Ich frage mich gerade ernsthaft, wie ich von dieser Frage eigentlich zur Analyse der unkontrollierten Tollpatschigkeit meiner Person gekommen bin. Mein Kopf ist ein bisschen komisch - aber ich hatte heute einen sehr langen Tag, das entschuldigt einiges.

Also: Ja, mir sind Inhaltsangaben wichtig. Aber mittlerweile gebe ich nicht mehr ansatzweise so viel auf sie, weil sie meist an der falschen Stelle stehen. Ernsthaft, wer hat sich das überhaupt ausgedacht?!



(Bevor ich heute noch einmal beginne, über irgendwelche Musik-Karten zu reden und Thesen-Trouble - ups - sagen kann, beende ich diesen Montagsfrage-Post. Habt ihr auch so verstörende Gedanken zum Thema "Inhaltsangabe" oder seid ihr einfach ganz normale Leute, die trotzdem etwas dazu zu sagen haben? Dann werdet eure Meinung in eurem eigenen Post/in den Kommentaren los und besucht Buchfresserchens Post.)

Alles Liebe,
Antonia



** zu fertig, um heute noch Links zu machen **

Kommentare:

  1. Heyho!
    Musste mal wieder sehr lachen bei deinem Post!
    Und durch deine sehr schöne szenische Beschreibung bei Thalia hatte ich direkt eine Szene für meinen Roman im Kopf - danke also dafür! :D

    Dass es hinten oft nur noch Zitate gibt nervt mich auch zu Tode - wie ich ebenfalls im Post heute kundgetan habe.

    Autofahren ist extrem geil und ja, ich erinnere mich noch, wie mir erst 30, dann 50 und dann sogar 70 km/h in der ersten Fahrstunde so unfucking fassbar schnell vorkam! :D Und wenn man heute von der Landstraße kommt und im Dorf auf 50 abbremsen muss hat man das Gefühl, man wird von Rennschnecken überholt! :D

    Nun gut, ich wünsche dir einen wundervollen restlichen Abend und eine nur halb so anstrengende restliche Woche, wie der Montag gewesen zu sein schien. :D (Ergibt das Sinn? Bestimmt :D)

    Liebst
    Moony

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  2. Antonia!
    Mein letzter längerer Kommentar scheint schon einige Zeit her zu sein. Für mein Gedächtnis und mich fällt das schon unter die Kategorie "früher" und damit auch unter "Früher war alles besser". Ich müsste eigentlich Chemie lernen und das ist doch die perfekte Zeit um einen langen (oder auch nur kurzen) Kommentar bei einer tollen Bloggerin zu hinterlassen. (Ich hab ja eh noch einen Tag zum Lernen. Das passt schon.)
    Hoffentlich wird deine Woche nicht so anstrengend und so stressig.
    Ein Auto fahren...Das wird Chaos wenn ich das machen muss, ich komme nicht mal mit einem Bobby Car zurecht. Die riesen Teile haben aber auch leider nicht meine Größe.
    Ich kann es auch überhaupt nicht leiden, wenn nur die Meinungen von irgendwelchen Leuten hinten auf einem Buch stehen. Da muss der Klappentext hin. Oder zumindest irgendwas über den Inhalt. Mich interessiert die Meinung von diesen Menschen nicht wirklich, mich interessiert der Inhalt. Von mir aus hinten nur kurz und knapp, sonst wo dann ausführlich. Aber keine Meinungen. Alles, nur keine Meinungen.
    Und hier mit beende ich meinen gar nicht so langen Kommentar. Und überhaupt nicht sinnvollen. Wirklich überhaupt nicht sinnvoll.
    Ich wünsche dir einen wundervollen Dienstagabend und drück dir die Daumen bei allen Arbeiten!
    Sally

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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